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Gandayo

Fragen:

  1. Warum ist man zu Hause eigentlich so unproduktiv?
  2. Was ist das Wichtigste im Business, vor allem für Startups?

 

TLDR:

Leute, die eine Geschäftsidee haben, fangen meist zu Hause damit an. Doch die heimische Garage oder der Keller werden irgendwann zu klein für große Ideen. Zumal man es in dieser Komfortzone durch allerhand Ablenkung ohnehin schwer hat, kreativ und vor allem produktiv zu bleiben. Büroräume anzumieten ist mit Kosten verbunden, die man als Gründer nicht immer tragen kann. Ganz abgesehen von mietvertraglichen Verpflichtungen und Bindungen. Um mit seinem Business durchzustarten, muss man erst einmal raus aus dem Keller, sich mit den richtigen Leuten umgeben, die einen voranbringen und vor allem: einfach anfangen.

„Eigentlich müsste man mal …“ – so hat jeder in seinem Leben schon einmal einen Satz begonnen. Und jeder weiß, dass das, was man eigentlich mal tun müsste, in den meisten Fällen nur ein Traum bleibt. Nicht selten geht es in solchen „Eigentlich“-Sätzen um eine Geschäftsidee, an der man schon eine ganze Weile in seinem Kopf herumfeilt. Aber eben nur im Kopf.

 

„Staubwischen müsste man auch mal wieder…“

Diejenigen, die den Elan mitbringen, um ihren Traum vom eigenen Business endlich in die Tat umzusetzen, fangen meist zu Hause damit an. Daran ist absolut nichts Verwerfliches. Ich kenne Leute, die in ihrer Küche Pakete versandfertig machen, während sie nebenbei Tatort schauen. Und wenn ich zurückerinnere – damals, als das Internet noch aus Holz war – sehe ich in der Gründerzeit mit meiner Online Marketing Agentur daheim im Keller. Es ist aber auch ungemein praktisch: Du stehst morgens auf, frühstückst in aller Ruhe, schenkst dir noch einen Kaffee ein … und dann ran an die Arbeit. So zumindest die Theorie.

Ich habe aber schnell gemerkt, dass man als Kellerkind mit seinem Startup entscheidende Nachteile gegenüber denjenigen hat, die sich ans Tageslicht begeben. Nicht etwa wegen Vitamin-D-Mangels oder weil man einfach keine Bräune abbekommt, nein. Einer dieser Nachteile trägt den Namen Komfortzone. Komfort ist zweifellos gut, wir alle mögen es gemütlich, doch zu viel davon macht träge. Es ist ja nicht so, dass kein Mensch zu Hause nicht absolut produktiv arbeiten könnte. Doch ich wage die kühne Behauptung: 99 Prozent können es nicht.

Wenn Sie zu dem übrigen einen Prozent gehören: Glückwunsch! Für das Geld, was Sie ein Platz in unserem Coworking-Space im Gelnhäuser „Kinzig Valley“ kostet, können Sie jeden Monat mit Ihrem Partner ein Mal richtig schick essen gehen. Doch dazu später mehr. Der Großteil aller Leute lässt sich daheim jedenfalls ablenken und bei mir war das nicht anders. Da ist der Geschirrspüler fertig und will ausgeräumt werden. Der Topf mit den Spaghetti will runter vom Herd. Einkaufen und Staubwischen müsste man auch mal wieder. Und wenn dann der Postmann zweimal klingelt und ein Paket für den Nachbarn abgibt, dann möchte ich denjenigen sehen, der sich danach völlig entspannt hinsetzt und weiter an seinem Business feilt, als wäre nichts gewesen.

 

Dort unten hast du kein Netz

Erinnern wir uns nur einmal an die Gründer von Apple oder Microsoft, die daheim in der Garage angefangen haben. Es wären heute ganz bestimmt keine milliardenschwere Konzerne und Weltmarktführer, wenn sie in ihrer Garage geblieben wären. Aber biite nicht falsch verstehen: Es geht dabei nicht ums Geld  –.denn das ist, wenn man so will, der positive Nebeneffekt aus seinem Tun. Es geht um etwas viel Wichtigeres. Etwas das für ein Startup von unschätzbarem Wert ist und mit keinem Geld der Welt erkauft werden kann: Ein Netzwerk an tollen Menschen, die einen weiterbringen. Wer nur daheim in seinem Keller hockt, wird diese Menschen dort nicht antreffen und kennenlernen. Dabei sind gute Kontakte das Wichtigste im Business, vor allem für Startups.

Für Gründer ist jede Inspiration und jeder aufgeschnappte Tipp kostbar, weil es einen auf Gedanken und Perspektiven bringt, auf die man von allein nicht gekommen wäre. Aber wenn du jetzt sagst: „Hey, ich bin ohnehin nicht so der kommunikative Typ, ich bleib lieber allein und ich konzentrier mich da lieber ganz auf mein Geschäft als auf andere Leute“, dann muss ich dir sagen: Viel Glück dabei. Ohne ein Netzwerk und ohne den Austausch mit anderen Startups oder gestandenen Unternehmern wirst du es mächtig schwer haben. Du hast wortwörtlich kein Netz dort unten im Keller. In meiner Zeit als Unternehmer bin ich vielen Menschen begegnet, die mich positiv beeinflusst haben. Die mich motiviert und inspiriert haben. Die mir geholfen haben und für mich da waren, als ich mal nicht weiterwusste.

Um auf die Räumlichkeiten zurückzukommen: Klar, da wären noch Büroräume, die man anmieten könnte, um loszulegen. Man kann sich aber auch vorstellen, dass Vermieter nur darauf warten, ihre Geschäftsräume an Unternehmen zu vermieten, die noch ganz am Anfang stehen und keine oder nur wenig Einnahmen haben. Ich weiß, es gibt viele Startups, die kalkulieren da anders. Da blättern dann die Investoren X plötzlich eine schöne Summe Y auf den Tisch und der Taschenrechner wird angeworfen: „Fuhrpark: Check! High-End-Interieur: Check! Wellnessbereich: Check! Hey, diese durchgestylte Bude mitten im Frankfurter-Bankenviertel kostet uns pro Monat zwar richtig Asche, aber dafür sieht’s geil aus und wir können sie uns immerhin gut 14 Monate leisten, bevor uns das Cash endgültig ausgeht!“ Mal abgesehen davon, ob in Frankfurt, Berlin oder hier in der Provinz: Büroräume wollen ausgestattet, in Schuss gehalten und vor allem bezahlt werden. Und ohne Mietvertrag läuft da schon mal gar nix.

 

Rein ins Valley

Wer in letzter Zeit einmal die Barbarossastraße in Gelnhausen entlanggefahren ist, wird in vielleicht den Neubau unweit des Schwimmbads gesehen haben. Dieses Gebäude namens Kinzig Valley beziehen wir als WIV noch in diesem Sommer. Doch nicht nur unsere Online-Marketing-Agentur findet hier ein neues Zuhause. Es wird auch eine ganze Coworking-Space-Etage für Startups aus Gelnhausen und der umliegenden Region geben. Ein Bereich, in dem sich Gründer einen eigenen Schreibtisch anmieten können, um an Ihrem Startup zu arbeiten. Alles, was sie dazu brauchen ist ihre Idee, ein PC oder Laptop und ihr Mobiltelefon. Für superschnelles Glasfaser-Internet ist nämlich ebenso gesorgt, wie für Gratis-Kaffee und Wasser. Ganz zu schweigen von der stylischen Einrichtung und der inspirierenden Umgebung. Hier bekommen Gründer den Platz, um Ihre Startup-Ideen zu verwirklichen und weiter zu entwickeln.

Der wohl größte Vorteil am Kinzig Valley: Man muss nicht erst nach Frankfurt oder Berlin pendeln beziehungsweise ziehen, wenn man mit seinem Startup durchstarten will. Schon gar nicht, wenn man seine gewohnte Lebensumgebung ins Herz geschlossen hat. Abgesehen davon wäre es für die Region ohnehin ein Riesenverlust, wenn all die klugen Köpfe und smarten Ideen einfach abwandern würden. Gründer kommen im Kinzig Valley mit anderen Gründern und erfahrenen Unternehmern in Kontakt, tauschen sich untereinander aus und unterstützen sich gegenseitig, wenn sie Hilfe brauchen. Und regelmäßige Events, wie zum Beispiel unsere Auftaktveranstaltung in Baustellenatmosphäre „AUF DIE SCHNAUZE – Scheitern, aber richtig“, schweißen die Community im Valley noch weiter zusammen.

Von (damals) Gründer zu Gründer: Ich hätte mir gewünscht, dass es zu meiner Gründerzeit so etwas wie das Kinzig Valley gegeben hätte, in das ich mich mit meiner Idee ganz flexibel und ohne feste Laufzeitenverträge für einen schmalen Taler hätte einmieten können. Und bei diesem schmalen Taler reden wir von 150, maximal 250 Euro pro Monat, je nach gewünschten Extras. Wenn du bereit bist, deine Komfortzone zu verlassen und endlich mit deinem eigenen Business durchzustarten und dir ein Netzwerk an Leuten aufzubauen, das dich weiterbringt, dann freuen wir uns darauf, dich und dein Starup im Kinzig Valley willkommen zu heißen. Unser Motto lautet: „Start up. But start better“. Also habe auch einen guten Start. Alle weiteren Infos zu unserem Coworking-Space für Startups findest du auf www.kinzig-valley.de.

 

 

 

Von Bernd Weidmann

WIV GmbH

Clamecystraße 14-16

63571 Gelnhausen